kk kulturbüro dr. raimund kast, konzert- und ausstellungsorganisation

Klaus Pichler: This will change your life FOREVER

bis 16. Mai 2021
Aufgrund der Coronabeschränkungen ist die Ausstellung derzeit geschlossen. Auf dem youtube-Kanal des Stadthauses können Sie aber demnächst Videoclips zur Ausstellung mit Erläuterungen von Klaus Pichler sehen. weitere informationen
Link zu www.stadthaus.ulm.de/klaus pichler
Stadthaus Ulm, Münsterplatz
Projektleitung: Dr. Raimund Kast



Der österreichische Fotograf Klaus Pichler, geboren 1977 in Wien, ist für seine zwischen 2015 und 2017 entstandene Fotoserie „This will change your life FOREVER“ in die Welt der Esoterik eingedrungen. Der Auslöser: Zwei seiner Freunde waren nach Schicksalsschlägen ungebremst in die Esoterikszene gerauscht.

Klaus Pichler hat versucht, das Mysterium zu verstehen. Zwei Jahre lang lebte er in der Rolle eines Esoterikers, recherchierte monatelang, besuchte Esoterikmessen und drang so in eine irrationale Welt zwischen Fernheilung, Aurasprays und Einhornessenzen, zwischen Leichtgläubigkeit, Humbug und Betrug vor. Er wollte herausfinden, wie es gelingt, Menschen davon zu überzeugen, dass 279 € für einen „Harmonie-Energie-Transformator“, der angeblich Trinkwasser reinigt, die Kleidung von Strahlung befreit und Flüche unwirksam macht, jeden Cent wert sind, obwohl es sich, profan betrachtet, um ein gewöhnliches Schneidbrett handelt. Als leichtgläubige Deppen will er die Kunden aber nicht darstellen. „Spiritualität ist etwas Menschliches, es ist notwendig, dass man sich mit Fragen beschäftigt, die man nicht klären kann." Aber muss das alles Geld kosten? Hier wird der Fotograf merklich kritischer: Die kapitalistische Verwertungslogik kommentiert Pichler durchaus pointiert, indem er neben seltsamen Gerätschaften, Tabletten oder einem lila Sackerl mit sprichwörtlicher Luft drin einfach die Preise stellt. Pichler kommt zu dem Schluss, dass sich Esoterik gezielt an Menschen wendet, die sich in einer ausweglosen Situation fühlen.

 S P A C E R
 Foto: Raimund Kast





Thomas Kahl – Der unbekannte Forscher

Wiederaufnahme
1. Dezember 2020 – 10. Januar 2021

nach coronabedingter Schließung nochmal im Programm
Nach dem erneuten Lockdown zeigt das Stadthaus Ulm die Ausstellung im Stadthaus-Fenster
weitere informationen
Link zu www.stadthaus.ulm.de/thomas kahl
Stadthaus Ulm, Münsterplatz
Projektleitung: Dr. Raimund Kast





Als „Brotmaler“ wurde er bekannt. Doch der 2017 allzu früh verstorbene Thomas Kahl war mehr. Geboren 1963 im sächsischen Zittau kam Kahl 1980 nach Ulm und war Mitbegründer der Künstlergruppe „Die phantastischen Vier“, die sich 1992 nach ihrem Domizil in „Künstlergruppe Kradhalle“ umbenannte. Hier fanden Kahl und seine Künstlerkollegen den nötigen Freiraum für ihre Aktivitäten. Mit Ausstellungen in Köln, Zürich, Mailand oder Rom feierten die Vier internationale Erfolge.

Kahl schuf ebenso unernste wie aufsässige Foren ironischen Umgangs mit dem herrschenden Kunstbetrieb. Der Autodidakt war aber weit mehr als nur ein kreativer Querkopf, recherchierte viel, lieferte aber fast nie eine Erklärung zu seinen Werken. Ständig war er auf der Suche nach Dingen, aus denen Gemälde, Collagen, Papierarbeiten oder Dioramen entstehen konnten.

Kahl war auch Musiker und als Veranstalter tätig; er organisierte Pop-, Indie- und Hiphop-Konzerte in der Kradhalle, schuf kreative Freiräume für andere. Während die anderen Kradhallenkünstler im Laufe der Jahre nach Berlin abwanderten, blieb Kahl Ulm bis zuletzt treu.

In Zusammenarbeit mit der Galerie Tobias Schrade zeigt das Stadthaus eine Thomas-Kahl-Werkschau mit Malerei, Objekten und Installationen aus verschiedenen Schaffensperioden.
Die Galerie Tobias Schrade bringt zur Ausstellung einen Katalog heraus: Thomas Kahl – Der unbekannte Forscher.

Die Künstlergruppe Kradhalle im Museum Ulm

Zeitgleich mit der Ausstellung im Stadthaus wird das Museum Ulm in seinen Kabinett-Räumen Werke der vier Kradhallen-Künstler Andrew Greif, Thomas Kahl, Peter Knabl und Patrick Pilsl aus der eigenen Sammlung zeigen.

 S P A C E R
Thomas Kahl, Der unbekannte Forscher   | Fotos: Martina Strilic





33 Jahre Galerie im Kornhauskeller

Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der pro arte ulmer kunststiftung

8. Februar – 18. Juli 2020
Eröffnung: Freitag, 7. Februar 2020, 19 bis 21 Uhr
Galerie pro arte, Hafengasse 19, Ulm
Projektleitung: Dr. Raimund Kast

Anlässlich ihres 33-jährigen Bestehens zeigt die Galerie im Kornhauskeller Arbeiten aus ihrem Bestand. Rund 70 Arbeiten von 34 Künstlern geben einen spannungsreichen Einblick in die Ankäufe, die die Galerie in diesen Jahren getätigt hat.

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 S P A C E R
33 Jahre Galerie im Kornhauskeller   | Fotos: pro arte ulmer kunststiftung / Jochen Kohlenberger